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Smart GO: Alles, was Sie über den Dainese-Airbag für den täglichen Gebrauch wissen müssen

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Demonerosso

19 Oktober 2026

7 min

Wie aktiviert man einen Motorrad-Airbag? Wie viel Schutz bietet es und wie sollte es getragen werden? Erfahren Sie alles Wissenswerte über Smart GO, die Dainese D-air®-Weste, die Airbag-Schutz einfach und sofort auch bei alltäglichen Reisen ermöglicht

Smart GO ist der neue Dainese D-air® Airbag, der für den Straßenverkehr entwickelt wurde. Vom Toureneinsatz über den Stadtverkehr bis hin zu leichtem Gelände. Er wurde so konzipiert, dass er auch den Anforderungen des täglichen Pendelns gerecht wird: Er ist leicht, schnell anzuziehen und fügt sich nahtlos in den Alltag von Motorrad- und Rollerfahrern ein.

Doch wie funktioniert ein Motorrad-Airbag und wann ist er wirklich nützlich? Wie wird er getragen, was passiert bei der Auslösung und welche Besonderheiten zeichnen ihn aus? Wir haben einige der am häufigsten gestellten Fragen zu Motorrad-Airbags zusammengetragen, um die wichtigsten Aspekte von Schutz, Funktionsweise und Praktikabilität zu verdeutlichen.

  

Ist eine Airbag-Weste wirklich sinnvoll, selbst für diejenigen, die den Roller nur in der Stadt für wenige Kilometer und mit geringer Geschwindigkeit benutzen?

Ja. Daten zeigen, dass ein erheblicher Teil der Verkehrsunfälle im städtischen Umfeld passiert. Im Stadtverkehr ist man trotz der meist geringen Geschwindigkeiten der Gefahr von Stürzen und Zusammenstößen mit anderen Fahrzeugen oder Hindernissen ausgesetzt. Paradoxerweise kann eine kurze Fahrt durch die Stadt mehr Gefahren mit sich bringen als eine lange Tour durch hügeliges Gelände fernab vom Verkehr.

Deshalb ist ein Motorrad-Airbag auch für alle, die ihr Motorrad oder ihren Roller hauptsächlich für den täglichen Arbeitsweg nutzen, ein wichtiger Bestandteil der Schutzausrüstung. Smart GO wurde genau für diesen Zweck entwickelt: die D-air®-Technologie von Dainese in den Alltag zu bringen – mit einem leichten, einfach anzulegenden System, das keine Änderung der gewohnten Abläufe erfordert.

  

Löst der Airbag auch im Stand oder bei niedriger Geschwindigkeit aus, zum Beispiel, wenn ich an einer Ampel von hinten angefahren werde?

Ja, die Dainese-Airbags für den Straßenverkehr, Smart GO und Smart Air, sind so konzipiert, dass sie auch bei einem Auffahrunfall im Stand auslösen. Das ist möglich, weil sich das D-air®-System bereits durch die Vibrationen des laufenden Motorrads aktiviert, ohne dass sich das Fahrzeug bewegen muss. 

Weitere Auslöseszenarien bei Smart GO sind der Highsider, der Lowsider mit oder ohne Überschlagen sowie der Aufprall auf ein Hindernis während der Fahrt – unabhängig vom Aufprallwinkel.

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Was passiert nach dem Auslösen eines Motorrad-Airbags und kann man ihn selbst wiederinstandsetzen?

Dainese Smart GO ist für bis zu drei Airbag-Auslösungen ausgelegt. Nach jeder Auslösung muss überprüft werden, ob die Weste Risse, Einrisse, Schnitte oder Abrieb aufweist, insbesondere in den Bereichen, in denen sich der Airbag befindet. Im Schadensfall ist es notwendig, den Dainese-Kundendienst zu kontaktieren.

Nach jeder Aktivierung muss auch der Gasgenerator mit dem für Smart GO mitgelieferten CO₂-Ersatzzylinder ausgetauscht werden. Das System kann anschließend wieder verwendet werden, sobald die in den Produktinformationen beschriebenen erforderlichen Schritte durchgeführt wurden. Nach der dritten Aktivierung muss das Gerät jedoch entsorgt werden.

 

Wie erkennt ein Motorrad-Airbag, dass ich stürze?

Das System analysiert kontinuierlich die Bewegungen des Motorradfahrers mithilfe von Sensoren, die 1.000-mal pro Sekunde Daten erfassen: GPS zur Ermittlung der Geschwindigkeit, ein Beschleunigungsmesser zur Messung von Beschleunigungen und Verzögerungen in alle Richtungen sowie ein Gyroskop zur Erfassung von Drehbewegungen. Die Dainese D-air®-Technologie nutzt einen Algorithmus, der die charakteristische Dynamik eines Unfalls erkennen und eine Gefahrensituation von normalen Fahrbewegungen unterscheiden kann. Wenn die notwendigen Bedingungen erkannt werden, aktiviert das System den Airbag innerhalb von Millisekunden. 

  

Kann man eine Airbag-Weste über normaler Kleidung, einem Mantel oder einem Sakko tragen? 

Ja, und gerade im Alltag spielt die Praktikabilität von Smart GO eine noch wichtigere Rolle. Die Weste ist so konzipiert, dass sie über oder unter jeder Art von Kleidung getragen werden kann, die üblicherweise im Alltag zum Einsatz kommt, sei es eine Motorradjacke, ein legerer Mantel oder etwas anderes. Wird die Weste unter der Kleidung getragen, muss diese ausreichend Platz bieten, damit sich der Airbag beim Aufblasen vollständig entfalten kann (mindestens 8 cm im Brust- und Rückenbereich). 

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Wie viel wiegt eine Airbag-Weste und spürt man sie beim Fahren? 

Gewicht und Größe sind wichtige Faktoren bei einem Airbag, der für den täglichen Gebrauch bestimmt ist. Dainese Smart GO wiegt nur 780 Gramm: weniger als die Hälfte der leichtesten Systeme, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Die Weste wurde so konzipiert, dass sie bequem, angenehm kühl und praktisch zu tragen ist, ohne so aufzutragen wie ein herkömmlicher Hartschalenprotektor. Dank seiner Konstruktion bleibt der Körper an beiden Seiten weitgehend belüftet, sodass die Weste auch an besonders heißen Tagen angenehm zu tragen ist. Smart GO schränkt die Bewegungsfreiheit in keiner Weise ein und ist zudem leichter als ein herkömmlicher Rückenprotektor.

Das Ziel intelligenter Schutzsysteme ist es, deren Einsatz im alltäglichen Straßenverkehr zu ermöglichen, ohne das Fahrerlebnis verändern zu müssen.

  

Funktioniert eine Airbag-Weste auch bei Regen und Kälte?

Smart GO ist nicht wasserdicht und darf keinem Regen ausgesetzt werden. Bei widrigen Wetterbedingungen muss die Weste daher vor Wasser geschützt werden. Sie darf nicht ohne entsprechenden Schutz im Regen getragen werden, sondern sollte unter einem geeigneten wasserdichten Kleidungsstück getragen werden.

Kaltes Wetter stellt kein Problem für die Funktionsfähigkeit des Systems dar: Smart GO ist so konzipiert, dass es auch bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden kann, ohne dass besondere Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit kalten Klimazonen erforderlich sind. Der Temperaturbereich, für den Smart GO ausgelegt ist, liegt zwischen 0 °C und 40 °C.

 

Wo verstaut man die Airbag Weste beim Parken: unter der Sitzbank, im Rucksack oder trägt man sie in der Hand? 

Die Praktikabilität eines Stadtairbags hängt auch davon ab, wie einfach er nach Erreichen des Zielorts zu handhaben ist. Smart GO wurde also so konzipiert, dass es dem Motorradfahrer auch nach der Fahrt den Alltag erleichtert. Das System lässt sich leicht zusammenfalten und in jedem ausreichend geräumigen Rucksack oder jeder Tasche verstauen . Alternativ kann es auch ausgeschaltet am Körper getragen werden.

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Was bedeuten Level 1 und Level 2 bei der Zertifizierung von Motorradprotektoren?

Level 1 und Level 2 kennzeichnen unterschiedliche Schutzstufen gemäß den europäischen Normen für die Stoßdämpfung. Generell muss ein Protektor der Schutzstufe 2 eine höhere Fähigkeit bieten, die beim Aufprall auf den Körper übertragene Kraft zu absorbieren.

Der Unterschied wird anhand spezifischer Labortests ermittelt, bei denen die auf den Körper übertragene Restkraft gemessen wird. Um Schutzstufe 2 zu erreichen, muss diese innerhalb strengerer Grenzwerte liegen als bei Schutzstufe 1. In der Praxis bietet ein Protektor der Schutzstufe 2 eine höhere Fähigkeit, die Aufprallenergie zu absorbieren und die auf den Motorradfahrer übertragenen Kräfte zu reduzieren.

Smart GO ist für den Rücken- und Brustbereich nach Schutzstufe 2 zertifiziert und bietet damit das höchste Schutzniveau. Dies ist nicht nur auf der Rennstrecke oder bei hohen Geschwindigkeiten von entscheidender Bedeutung, sondern auch im Stadtverkehr. Smart GO erreicht diese Zertifizierungsstufe allein durch den Schutz des Airbags, ohne dass zusätzliche starre Protektoren erforderlich sind.

  

Wie viel Schutz bietet eine Airbag-Weste im Vergleich zu einem harten Rückenprotektor tatsächlich?

Der Unterschied hinsichtlich der auf den Körper übertragenen Kraft ist signifikant. Bei einem Rückenprotektor der Schutzstufe 2 darf die übertragene Restkraft gemäß Norm 9 kN nicht überschreiten. Bei einem Airbag der Schutzstufe 2 darf dieser Wert jedoch 2,5 kN nicht überschreiten.

Das bedeutet, dass ein Airbagsystem deutlich mehr Aufprallkraft absorbiert und somit vom Körper des Motorradfahrers fernhält als ein starrer Protektor.

Smart GO ist für den Rücken- und Brustbereich nach Schutzstufe 2 zertifiziert, wobei der Schutz ausschließlich durch den Airbag gewährleistet wird, ohne zusätzliche starre Protektoren. Damit bietet das System die höchste Schutzstufe gemäß den geltenden Normen und vereint diese mit der Bewegungsfreiheit und dem geringen Gewicht eines Airbagsystems.

 

Welche Körperteile schützt eine Airbag-Weste?

Eine Airbag-Weste ersetzt nicht die gesamte übrige Motorradschutzausrüstung: Ihre Aufgabe ist es, im Falle eines Unfalls bestimmte Körperbereiche zu schützen. Smart GO schützt in erster Linie Brust und Rücken und erweitert den Schutzbereich auch auf den Schlüsselbeinbereich.