Das Fahren eines Motorrads auf der Straße ist nicht nur eine Frage des Instinkts oder der im Laufe der Zeit gesammelten Erfahrung. Es braucht Methode, Technik und Bewusstsein. Genau hier setzt das Programm „Dainese Riding Master Road“ an, das für alle konzipiert wurde, die ihre Fahrtechnik auf der Straße wirklich verbessern möchten – ganz gleich, auf welchem Niveau.
Die Kurse „Road Class 1“ und „Road Class 2“ bilden ein umfassendes Ausbildungsangebot: vom ersten Schritt hin zu einer bewussten Fahrweise bis hin zu einer fortgeschrittenen und dynamischen Beherrschung des Motorrads auf der Straße.
Wenn Sie einen Kurs für sicheres Motorradfahren suchen, bietet das Dainese-Programm ein umfassendes Angebot: Theoretische und praktische Einheiten, sowohl auf dem Übungsplatz als auch auf der Straße, um reale Situationen zu üben, stets unter Anleitung unserer qualifizierten Ausbilder.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die wir behandeln werden:
· Warum Sie teilnehmen sollten (auch wenn Sie bereits ein Experte sind)
· Aktive vs. passive Sicherheit: Die entscheidende Rolle der dynamischen Prävention
· Road Class 1 & 2: Grundlagen schaffen und fortgeschrittene Bremstechniken verfeinern
· Erfahrungsbericht: Denn die Straße ist der beste Übungsplatz
· Praktische Informationen: Voraussetzungen, Ausrüstung und Ablauf des Kurses
Warum ein Straßenfahrkurs für Motorradfahrer sinnvoll ist (auch wenn Sie bereits fahren)
Es gibt einen Aspekt, den viele unterschätzen: Ein Großteil der Fehler, die beim Fahren gemacht werden, ist nicht offensichtlich. Das merkt man erst, wenn ein Experte einen von außen betrachtet. Es kann an der Fahrlinie, am Bremsverhalten, an der Körperhaltung oder an anderen Faktoren liegen. Nichts Dramatisches, solange nicht die falsche Situation eintritt. Erst dann zeigt sich, dass wahre Beherrschung des Motorrads den Unterschied macht.
Um besser zu verstehen, wo genau die Fehler liegen, haben wir unsere Experten, die Ausbilder der B-Safe Biker School, direkt gefragt: „Der häufigste Fehler, auch bei erfahrenen Motorradfahrern? Die Position auf dem Motorrad. Dann ein sehr straffes Fahrverhalten und ein oftmals unzureichender oder falscher Einsatz der Bremsen, vor allem der Hinterradbremse.“
„Was am häufigsten unterschätzt wird, ist die Positionierung auf der Fahrspur, auf der Straße, sowie die Wahl der Fahrlinien: Diese erfolgt oft zu früh im Vergleich zu einer sicheren Fahrweise. Und dann noch das Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Bremsleistung. Am Ende des Tages sind die Verbesserungen deutlich spürbar: bessere Sitzposition, dynamischerer Einsatz des Körpers, korrekteres Bremsen und ein besseres Gespür dafür, wie man sich auf der Straße verhält.“
Kurs für sicheres Motorradfahren: Für wen und wozu ist es gedacht?
Ein Kurs für sicheres Motorradfahren dient in erster Linie dazu, das Improvisieren in kritischen Situationen zu vermeiden und durch die richtigen Reflexe zu ersetzen. Man beachte: Wir sprechen hier nicht von einem exklusiven Kurs für diejenigen, die die Rennstrecke oder den Rennsport anstreben, sondern von praktischen Tipps für ein sichereres Motorradfahren, die Sie jedes Mal mitnehmen, wenn Sie in den Sattel steigen, auch auf der banalsten Fahrt.
Es gibt zudem einen grundlegenden Unterschied, der oft übersehen wird: die Unterscheidung zwischen aktiver und passiver Sicherheit. Die passive Sicherheit greift ein, wenn bereits etwas schiefgelaufen ist. Dabei geht es um den Schutz durch Ausrüstung und Geräte wie Airbags, Rückenprotektoren und technische Schutzbekleidung, also darum, die Verletzungen im Falle eines Aufpralls zu begrenzen. Die aktive Sicherheit steht hingegen an erster Stelle: Es ist die Fähigkeit, Unfälle gänzlich zu vermeiden – dank der richtigen Fahrtechnik, der Fähigkeit, mit Notfällen umzugehen, und dem Bewusstsein dafür, was um einen herum geschieht.
Gerade in diesem zweiten Punkt macht ein Kurs für sicheres Motorradfahren wirklich den Unterschied.
Road Class 1: die Grundlagen der Fahrtechnik erlernen
Der Riding Master Road Class 1 ist der Kurs für alle, die sich erst noch eine solide Grundlage aufbauen müssen. Es spielt keine Rolle, ob Sie gerade den Führerschein gemacht haben oder schon seit einiger Zeit fahren, sich aber noch nicht ganz sicher fühlen.
Der Tag wechselt zwischen theoretischen Erläuterungen und praktischen Fahrübungen: Wir beginnen mit technischen Übungen auf dem Platz, um die Grundlagen zu festigen, und gehen dann auf die Straße. Hier fährt man hinter dem Ausbilder her, beobachtet Fahrlinien, Körperhaltung und das allgemeine Verhalten in verschiedenen Situationen und versucht gleichzeitig, dies selbstständig nachzumachen.
Gerade diese Kombination empfinden viele als besonders wirksam: sehen, ausprobieren und Korrekturen in Echtzeit erhalten. Wie Sarah, Teilnehmerin der Road Class 1, berichtete, „stehen die Ausbilder jederzeit zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und Fehler beim Fahren auf der Straße zu korrigieren“.
Wir gehen näher auf die Sitzposition, den Blick, die Körperhaltung und den richtigen Einsatz der Bremsenein. Man übt auch Situationen, die oft Schwierigkeiten bereiten, wie zum Beispiel Notbremsungen oder das Befahren von Serpentinen, jedoch stets unter kontrollierten Bedingungen.
Die Trainingseinheiten auf der Straße werden durch Analysephasen unterbrochen, darunter auch Videoanalysen, die es ermöglichen, fast in Echtzeit zu sehen, was man tatsächlich tut – und nicht, was man zu tun glaubt.
Im Motorrad-Fahrsicherheitstraining „Road Class 1“ werden die Grundlagen der Fahrtechnik auf der Straße behandelt:
- richtige Sitzposition
- Körpereinsatz und Lastverteilung
- Bedienung der Vorder- und Hinterradbremse
- Notbremsung
- Einlenken in die Kurve und Richtungswechsel
- Fahrlinie in Serpentinen
Da die Gruppen sehr klein sind (maximal 6 Teilnehmer pro Trainer), kann jeder Schritt für Schritt betreut werden und erhält individuelle Tipps.
Road Class 2: verfeinern, nicht nur verbessern
In der Road Class 2 fängt man nicht bei Null an: Dieser Motorradfahrkurs richtet sich an alle, die bereits Motorrad fahren können und ihre Fahrkünste auf ein neues Niveau heben möchten. Nicht mehr nur sicher fahren, sondern ganz natürlich, mit der richtigen Technik, und jede Kurve genießen.
Auch hier beginnt man mit gezielten Übungen auf dem Übungsplatz, doch die Fahrweise wird dynamischer; man beschäftigt sich eingehender mit den Fahrlinien und unterscheidet dabei zwischen langsamen, schnellen und Kurven mit variablem Radius. Auch die Art und Weise, wie die Bremsen betätigt werden, entwickelt sich weiter: nicht nur „wann man bremsen muss“, sondern auch wie und wie stark, einschließlich des Bremsens in Kurvenlage und des Einsatzes der Hinterradbremse in der Kurvenmitte, um die Linie zu schließen. Im Vergleich zur Basisversion wird die Lenkung präziser und genauer. Außerdem soll das Management von Notfällen verbessert und effizienter gestaltet werden.
Wie in der Road Class 1 sind einige Abschnitte den Videoaufnahmen der Fahrten der Teilnehmer gewidmet, gefolgt von einer gemeinsamen Analyse der Videos mit den Ausbildern. Und oft wird einem gerade hier bewusst, wie die Dinge wirklich stehen, gerade weil man mit der Realität des eigenen Fahrstils konfrontiert wird
„Eine viel konkretere und nützlichere Erfahrung, als ich mir vorgestellt hatte“
Andrea, Teilnehmer der Road Class 2.
Die Teilnehmerzahl ist höher als in der Klasse 1, wird aber auf die gleiche Weise gehandhabt (12 Teilnehmer mit 2 Trainern), sodass die individuelle Betreuung weiterhin intensiv bleibt.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt vor allem auf:
- Fahrlinien (langsame, schnelle und Kurven mit variablem Radius)
- Erweiterter Bremssteuerung
- Einsatz der Hinterradbremse in der Kurvenmitte
- Kontrolle über das Motorrad unter dynamischeren Bedingungen
- das Fahren flüssiger und effizienter gestalten
Wie man im Straßenverkehr in realen Situationen sicher fährt
Das Schöne an den Dainese Riding Master Road-Kursen ist, dass nichts „simuliert“ ist – man steht nicht den ganzen Tag auf einem Platz herum: Man fährt hauptsächlich auf der Straße, mit allem, was das mit sich bringt. Verschiedene Kurven, bergauf oder bergab, Asphalt und wechselndes Wetter. Genau der Kontext, in dem Sie das Gelernte anwenden werden.
So funktioniert der Motorradfahrkurs von Dainese
Die Dainese-Fahrkurse dauern einen ganzen Tag, von 8:30 bis 18:00 Uhr, mit einer gemeinsamen Mittagspause, und beginnen je nach Kalender an den Dainese-Filialen. Den Kalender finden Sie auf derentsprechenden Seite.
- Sie nutzen Ihr eigenes Motorrad
- Sie arbeiten in kleinen Gruppen mit spezialisierten Trainern
- Sie wechseln zwischen Theorie, Übungen und Straßenfahrten
- Sie analysieren Ihren Fahrstil auch anhand von Videoaufnahmen
Sie benötigen einen gültigen Führerschein (A1, A2 oder A) sowie vollständige Schutzausrüstung:Integralhelm, Jacke, Hose, Handschuhe und Motorradstiefel, Rückenprotektor sowie Regenbekleidung bei schlechtem Wetter.
Dainese Riding Master Road: Zusammenfassend
Der Riding Master Road Class 1 dient dazu, eine solide Grundlage zu schaffen und Unsicherheiten sowie typische Fehler abzubauen. Der Road Class 2 ermöglicht einen echten Fortschritt in der Fahrtechnik und sorgt für präziseres, flüssigeres und bewussteres Fahren.
In beiden Fällen handelt es sich um einen Kurs für sicheres Motorradfahren, der reale Situationen nachstellt und darauf abzielt, dass Sie sich jedes Mal sicherer fühlen, wenn Sie auf den Sattel steigen. Es ist nicht nur ein Schulungstag, sondern ein konkreter Schritt, um das eigene Fahrverhalten im Straßenverkehr wirklich zu verbessern. Egal, ob Sie gerade Ihr erstes Motorrad gekauft haben oder glauben, schon gut fahren zu können – jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einen Tag darauf zu verwenden, Ihren Fahrstil weiterzuentwickeln.