D-Air®
Der Schutz liegt in der Luft
Seit langem wird daran gearbeitet. Der erste, nicht betriebstüchtige Prototyp, eine Art Wurst, die theoretisch aus dem Helm herauskommen sollte, stammt aus dem Jahr 1995. Es war der erste Ansatz für das, was D-Air heute für Dainese darstellt. Der erste funktionierende und ohne Draht und Kupplungssystem mit dem Motorrad verbundene Prototyp geht auf das Jahr 2000 zurück und entspringt einer Zusammenarbeit mit israelischen Partnern. Es war ein guter Anfang, aber das Gewicht und vor allem die Kosten waren zu hoch, und außerdem wurde dieser D-Air bei einem Ausrutscher nicht ausgelöst.
Die zweite D-Air-Phase ist durch qualitativ hochwertigste Kooperationen gekennzeichnet. Allen voran die Universität von Padua in der Person des Professor Cossalter, Präsident der Fachrichtung Maschinenbau und einer der weltweit berühmtesten Experten auf dem Gebiet der Dynamik von motorisierten Zweirädern. Dann das deutsche Unternehmen 2D, spezialisiert auf die Sammlung und Verarbeitung von Daten und Ausarbeitung von Software. Weiters das Sicherheitszentrum der Fiat, welches Dainese mit den vorrangigsten Unternehmen in der Herstellung von Airbags für den Automobilbereich in Verbindung gebracht hat. Denn Probleme bei der Entwicklung des D-Airs gibt es viele und sehr unterschiedliche. Zunächst einmal gilt es geltende Gesetze einzuhalten, z. B. was den Transport von „explodierenden“ Materialien betrifft, aber nicht nur. Daneben sind es vor allem technische, mit diesem neuen Produkt verknüpfte Problematiken.
Nur um eine zu nennen: das Konzept „Ausrutscher“ für dieses innovativen System erkenntlich zu machen, wenn der Pilot nicht direkt mit dem Fahrzeug verbunden ist. Wenn in der Tat ein Aufprall einfach festgestellt werden kann, so gibt es im Falle des Ausrutschers, wie es im Motorsport der Fall ist, keine wesentlichen Beschleunigungswerte. So muss die kombinierte Dynamik zwischen Mensch und Fahrzeug studiert, die entsprechenden Kenngrößen ermittelt und auf den Piloten übertragen werden.
Der Straßen-D-Air löst in der aktuellen Entwicklungsphase vor allem bei einem Aufprall aus und benötigt daher auch auf dem Motorrad entsprechende Sensoren. Beim Renn-D-Air dagegen, der zur Gänze im „Buckel“ auf dem Rücken des Anzugs untergebracht und deshalb einfach zu installieren ist, gibt es keinen Anhaltspunkt auf dem Motorrad. D-Air wird somit für Dainese zum Symbol und zur Herausforderung für disziplinübergreifende Pionierarbeit.





