Die Verbundprotektoren
Die Entwicklung von Protektoren, beginnend mit dem Rückenschutz, war nicht immer von einem linearen Fortgang gekennzeichnet, weil die Piloten, aufgrund ihrer Verhaltensgewohnheiten, häufig dazu neigen, Innovationen zunächst abzulehnen, auch dann, wenn sie selbst die Anregungen hierzu geliefert haben.
In den achtziger Jahren beginnt Dainese, durch Strukturen, bestehend aus einer weichen Unterlage und einer damit fest verbundenen, steifen Muschel, den zu schützenden Körperteil anatomisch nachzuformen. Ziel ist die Verteilung der durch einen allfälligen Sturz erzeugten Kräfte auf eine möglichst breite Oberfläche. So entstehen die ersten Verbundprotektoren.
Die beim Aufprall erzeugte Energie nicht nur durch Absorption, sondern durch die Verteilung auf eine breitere Unterlage zu vermindern, bedeutet gleichzeitig, leichtere und dünnere und somit bequemere Protektoren herstellen zu können. Diese komfortablen Schutzvorrichtungen werden deshalb auch lieber getragen. Die Motorradfahrer haben diese Innovation verstanden und akzeptiert. Heute findet das Konzept der Verbundprotektoren eine breite Anwendung für viele Bereiche ihrer Bekleidung: Schulter und Oberarm, Ellenbogen und Vorderarm, Knie und Schienbein und sogar für die Handschuhe und Stiefel.
Arbeiten und Skizzen von Marc Sadler zur Einführung von geeigneten Schutztechniken, bei denen Komfort und Bewegungsfreiheit nicht zu kurz kommen.Studie vom Jahr 2002 über die Verwendung von Protektoren für den menschlichen Körper.




